nimmt groteske Züge an, und man könnte es für die absolute Lachnummer halten, wenn, ja wenn es für manche(n) der Beteiligten nicht schon längst zum finanziellen Albtraum geworden wäre. Der badische Blog und dental!fe kennt die Hintergründe
Archiv für März 2008
der badisch-schwäbische Apfelkrieg
März 31, 2008Heuschrecken fressen Hugo Boss
März 13, 2008Die FAZ schreibt über einen ganz normale Dividentenausschüttung, andere wie der Spiegel reden Klartext:
Finanzinvestor zwingt Hugo Boss zu Neuverschuldung
Wirbel bei Hugo Boss: Der Großaktionär Permira hat eine hohe Sonderdividende bei dem Modehersteller durchgesetzt. Dafür muss sich der Konzern hoch verschulden. Das Geld fließt fast komplett in die Taschen des Finanzinvestors.
Metzingen – Beim Modekonzern Hugo Boss hat sich Permira im Streit um die Ausschüttungspolitik des Unternehmens durchgesetzt. Das Unternehmen will sich nun deutlich verschulden, um die geforderte Sonderdividende in Höhe von rund 350 Millionen Euro zahlen zu können.
Dafür beschloss der Aufsichtsrat, die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr kräftig um 22 Prozent auf 1,45 Euro (Stammaktien) und 1,46 Euro (Vorzugsaktien) zu erhöhen, wie das Unternehmen in Metzingen mitteilte. Zusätzlich ist eine Sonderausschüttung von fünf Euro vorgesehen, wie das Unternehmen gestern Abend nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung bekanntgab.
Im Streit mit Permira um entsprechende Forderungen war Vorstandschef Bruno Sälzer Mitte Februar aus dem Unternehmen ausgeschieden. Permira hatte im Zuge der Übernahme höhere Dividenden und eine höhere Verschuldung des Unternehmens verlangt und war damit bei Sälzer auf Widerstand gestoßen.
Wie das Unternehmen weiter mitteilte, ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) 2007 um 19 Prozent auf 220 Millionen Euro gestiegen. Das Konzernergebnis kletterte um 20 Prozent auf 154 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 9 Prozent (währungsbereinigt 12) auf 1,632 Milliarden Euro zu. Heute morgen erreichte die Boss-Aktie in den ersten Handelsminuten des Dax ein Plus von vier Prozent.
„Die strategische Ausrichtung des Unternehmens bleibt unverändert, Vorstand und Aufsichtsrat stehen nach wie vor hinter der eingeschlagenen Wachstumsstrategie“, sagte Finanzvorstand Joachim Reinhardt. „Auch künftig werden wir unseren Fokus auf die Expansion und die Internationalisierung des Konzerns richten.“ Mit der Ausschüttung der Sonderdividende würden alle Aktionäre am Erfolg des Unternehmens beteiligt, sagte Reinhardt weiter. „Gleichzeitig behält Boss die finanzielle Flexibilität für anhaltendes organisches Wachstum und Akquisitionen.“ Permira hält 88 Prozent der Aktien von Boss.
sto/dpa/Reuters
WISO zu Berufsunfähigkeit
März 10, 2008„Von Beginn an Fehler vermeiden“
Sein Recht auf Berufsunfähigkeit bekommen in WISO
Das Risiko, berufsunfähig zu werden, ist viel höher, als die meisten Menschen vermuten. Statistisch gesehen trifft es jeden Fünften. Doch auf welche Punkte müssen Verbraucher vor dem Abschluss einer BU-Versicherung achten? Wie müssen sich Betroffene verhalten, wenn sie berufsunfähig werden? Warum kann sich eine Versicherung vor der Zahlung drücken? Stefan Albers, Präsident des Bundesverbandes der Versicherungsberater, klärt im Interview die wichtigsten Fragen.
lbers: Klären Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, ob eine Prognose möglich ist, dass die Erkrankung aller Voraussicht nach länger als sechs Monate dauern wird. Sie müssen ferner darlegen, warum Sie durch Ihre Erkrankung bzw. Verletzung Ihren zuvor ausgeübten Beruf – in aller Regel – mindestens zu 50 Prozent nicht mehr ausüben können. Der Berufsunfähigkeitsgrad ist ärztlich nachzuweisen.
Albers: Der Laie in versicherungsrechtlichen Fragen sollte auf jeden Fall rechtlichen Beistand hinzuziehen, der neben der Rechtsberatung auch wichtige Koordinationsaufgaben übernimmt. Die Materie ist sehr komplex. Daher gilt es von Beginn an Fehler zu vermeiden. Die behördlich zugelassenen Versicherungsberater sind hier zur Rechtsberatung befugt und vertreten den Versicherten gegenüber ihrem Versicherer. Hierdurch kann häufig eine außergerichtliche Einigung erzielt werden.
ZDFonline: Kann ich zu bestimmten ärztlichen Maßnahmen gezwungen werden, weil der Versicherer sonst die Leistungen einstellt?