Eine Woche nach der großen Drogenrazzia in der Veranstaltungshalle „Blechnerei“ im Industriegebiet haben die Betreiber der Halle Widerspruch gegen diese Razzia eingelegt. „Im Interesse unserer Gäste haben wir uns dazu entschlossen“, sagte Christian Widmann, Geschäftsführer der Blechnerei. Viele Besucher hätten sich bei ihm über die Vorgehensweise der Polizei beschwert. Auch im Internet auf www.suedkurier.de wurde die Razzia intensiv diskutiert. Nun muss die Polizei darlegen, dass sie bei die Verhältnismäßigkeit gewahrt hat.
Die Prüfung erfolgt nach Angaben eines Polizeisprechers nun bei der Landespolizeidirektion in Freiburg oder direkt beim Innenministerium in Stuttgart. Die Polizei rechnet aber nicht damit, dass ihr unverhältnismäßiges Handeln bescheinigt wird. Nach Recherchen des SÜDKURIER äußern inzwischen jedoch auch Juristen Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der Razzia. Grundlage für ein solch massives Auftreten können demnach nur ganz massive Verdachtsmomente gewesen sein. Bei rund 400 Gästen waren 31 mutmaßliche Delikte festgestellt worden. Gegen mehr als 90 Prozent von ihnen lag offenbar nichts vor. Alle Gäste hatten sich mehrfachen intensiven Drogen-Durchsuchungen zu stellen. Inzwischen hat sich auch der Datenschutz eingeschaltet. Vor allem wegen der konfiszierten Handys wolle man mit der Polizei Konstanz in Kontakt treten, sagte Peter Zimmermann, Landesbeauftragter für Datenschutz. (Südkurier)
Schlagworte: Blechnerei, Konstanz, Polizeieinsatz
Dezember 18, 2009 um 8:25 |
мне кажется: восхитительно..